Christine Marek – und das war erst der Anfang

September 14th, 2010  |  Published in andersrum, Wien2010

Ihr Kurs ist der Deutschkurs, über bildung spricht sie nur auf deutsch (achte auf die kleinschreibung), eine Stadtwache soll durch Wien reiten, die U-Bahnen hermetisch abgeriegelt werden, die 13. Familienbeihilfe wird gleich mal gestrichen und jetzt noch die “Zwangsarbeit” für Mindestsicherungs-EmpfängerInnen.
Für Christine Marek, die sich gern als liberale ÖVPlerin gibt müssen die letzten Wochen ziemlich anstrengend gewesen sein: eine ganz neue Rolle, jetzt die Hardlinerin im Wettrennen mit Fekter zu spielen. Werbung macht mensch dann am besten, in dem der Bürgermeister auf den ÖVP Plakaten besser aussieht als auf den eigenen.

Ich bin ja ziemlich sicher, dass das bislang nicht alles war, das wir von Christine Marek in diesem Wahlkampf noch erwarten dürfen. Und damits ihr ein bisschen leichter fällt, hier ein paar Vorschläge, wie Frau Marek aber wirklich sicherstellen kann, dass aus der Wiener ÖVP nie und nimmer eine liberale Stadtpartei wird:

  • Morgen tritt Marek bei einer Diskussionsveranstaltung zum Thema “Wien-Wahl 2010: Kampf um schwullesbische Stimmen” auf. Die Wiener ÖVP stimmte ja gegen die Gleichstellung von eingetragenen PartnerInnen im Wiener Landesrecht. Also am besten: gleich klipp und klar sagen, dass Lesben und schwule sicher nicht als Familien anzusehen sind! Und Adoption und so? Geht gar nicht.
  • mehr Wahlschlager! Da hätten wir noch ein paar Themen, die auf jeden Fall Aufmerksamkeit bringen: Hundstrümmerl zum Beispiel. Oder Zugangskontrollen für die Donauinsel und alle Parks in Wien. Und bitte unbedingt viel mehr Besuche in Wiens Zigarrenclubs und sprachliche Meisterleistungen zum Roten Jumbo und der schwarzen Fluglotsin (ersteren sehe ich bei diesem Bild übrigens immer abstürzen, tja.) aber: Sommerloch ist doch immer.
  • Mehr Wien ist ja auch möglich. Also die berittene Stadtwache gleich nach Niederösterreich schicken. Ghört scho uns.
  • Diät-Tipps per SMS. An alle WienerInnen. Täglich.
  • Inhalte? Ach, brauch ma ned. Die “Schwarz macht geil” Kampagne zeigt: es geht auch ohne.
  • und als krönenden Slogan noch ein Vorschlag. Wie wärs mit: “reden wir über die zukunft wiens. am besten gar nicht.”

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